1. Platz für das Giengener Robotik-Team
Das Margarete-Steiff-Gymnasium hat nach einem intensiven halben Jahr der Vorbereitung in der Robotik-AG an der First Lego League in Esslingen teilgenommen. Dabei hat das Team im Teilnehmerfeld von 24 Mannschaften den fantastischen 1. Platz für das Roboterdesign und die Programmierung erzielt.
Unter dem Motto „Archäologie“ zeigte die Gruppe herausragendes Engagement und Innovation: Die Jury hob das Giengener Gymnasium am Ende des Wettbewerbs besonders hervor. Entscheidendes Kriterium für den ersten Platz war die kreative Idee, als einziges Team eine Proportional-Regelung im Code der Programmierung einzubauen. Diese clevere Strategie ermöglichte es dem Roboter, auch nach einem unbeabsichtigten Stoß mithilfe des Winkelsensors die zuvor einprogrammierte Richtung präzise wiederzufinden.
Im Rahmen des Forschungsauftrags haben die beiden Teams beeindruckende Themen bearbeitet. Die Gruppe „Androids“ entwickelte einen innovativen Ausgrabungsroboter. Dieser führte dank einer Stereokamera, Bodenradar, LIDAR (Laser-Entfernungsmessung), einem Magnetfeldsensor und GNSS (Satellitennavigation) mehrere Methoden in einem einzigen Gerät zusammen, um im Untergrund archäologisch interessante Gegenstände zu finden.
Die „Dragons“ befassten sich auch damit, wie Archäologinnen und Archäologen unterstützt werden können, aber unter einem ganz anderen Aspekt: Sie erforschten, wie das Aufspüren von historischen Artefakten durch Citizen Science als Crowdsourcing-Projekt auf viele Schultern verteilt werden kann – vom Hobby-Archäologen bis hin zur Expertin könnte jeder einen sinnvollen Beitrag leisten.
Auch Maurice von der benachbarten Robert-Bosch-Realschule bekam eine Medaille. Beide Schulen kooperieren im AG-Bereich und der Sieg des schulübergreifenden Projekts unterstreicht die erfolgreiche Zusammenarbeit.
Louis aus der 9. Klasse brachte die positive Stimmung in der AG zum Ausdruck und lobt die Gruppe sowie die Coaches für deren Unterstützung: „Es fühlt sich toll an, mit so einem Team zusammenzuarbeiten. Die Älteren haben ihre Erfahrung an die Jüngeren weitergegeben und alle haben profitiert.“
Ein besonderer Dank geht deshalb an die Coaches Lara und Fabian, sowie an den AG-Leiter Klaus-Dieter Keller. Letzterer ist sehr stolz auf das Erreichte und hat gesehen, wie sehr die gemeinsame Herausforderung die Teams zusammengeschweißt hat. Die komplexe selbstgesteckte Aufgabe habe nicht nur zu Höchstleistungen geführt, sondern auch die Begeisterung für MINT-Fächer umfassend gefördert.

